Übergewicht BMIDie Zahl der übergewichtigen Menschen nimmt immer mehr zu, obwohl erwiesen ist, dass Übergewicht die Ursache für viele Zivilisationskrankheiten ist. Der Gesundheit zuliebe ist es wichtig, besser früher als zu spät gegen das Problem vorzugehen.

Wer über längere Zeit mehr Kalorien aufnimmt als er verbraucht, nimmt natürlich auf Dauer zu. Hält dieser Zustand über längere Zeit an, entsteht daraus Übergewicht. Wer dann weniger isst, beim dem purzeln eventuell schnell die Pfunde. Doch anschließend droht der Jo-Jo-Effekt. Eine dauerhafte Ernährungsumstellung und Bewegung sollten das Ziel sein. In diesem Beitrag Werden Sie erfahren, ab wann man als übergewichtig gilt, was die Folgen von
Übergewicht sein können und welche Möglichkeiten es gibt, um erfolgreich und langfristig Abzunehmen.

Ab wann beginnt eigentlich Übergewicht?

Liegt das Körpergewicht deutlich über dem Normbereich, ist die Rede von Übergewicht. Mit Hilfe des Body Mass Index (BMI) können Sie feststellen, ob ihr Gewicht im grünen Bereich liegt. Zur Berechnung des BMIs werden Körpergröße und –gewicht, Alter, Geschlecht berücksichtigt. Anhand dieser Tabellen und unseres BMI Rechners können Sie ihren BMI ablesenn, oder einfach berechnen.

Es wird unterschieden in untergewichtig, normalgewichtig, übergewichtig, stark übergewichtig (Adipositas) und krankhaft übergewichtig (extreme Adipositas). Doch Vorsicht: Sehr durchtrainierte, athletische Menschen weisen oft ein hohes Körpergewicht und einen sehr geringen Fettanteil auf, da Muskeln deutlich mehr wiegen als Fett. Sie können also alleine auf der Grundlage der BMI-Berechnung schnell als übergewichtig gelten, ohne dabei wirklich dick zu sein.

Für einen normal gebauten Menschen gilt jedoch folgende Regelung: Männer gelten ab einem BMI Wert über 25 als Übergewichtig. Frauen gelten ab einem Wert von über 24 als Übergewichtig. Der Grund für diese kleine Abweichung ist der natürliche Körperbau. Frauen haben von Natur aus weniger Muskelmasse und sind schmaler gebaut. Dadurch wiegen Frauen im Allgemeinen auch weniger als Männer mit der selben Körpergröße und dem selben Körperfettanteil.

Wie kann ich meinen Kalorienbedarf feststellen?

Entscheidend für die Höhe des Kalorienbedarfs sind verschiedene Faktoren. Körpergröße und Gewicht, Alter, Geschlecht, Trainingszustand und berufliche Tätigkeit sowie Freizeitaktivitäten müssen bedacht werden. Der Grundumsatz richtet sich zunächst nach Körpergröße sowie Gewicht, Alter und Geschlecht. Des Weiteren werden bei einer Berechnung die berufliche Tätigkeit und die Freizeitaktivität berücksichtigt, um den Leistungsumsatz zu ermitteln. Denn selbstverständlich ist es ein gravierender Unterschied, ob man einer Büroarbeit nachgeht und sich allgemein wenig bewegt oder ob man sich in der Freizeit und im Beruf viel beschäftigt. 

Sollten Sie feststellen, dass ihr Bedarf niedriger ist, als die Menge an Kalorien, die Sie täglich zu sich nehmen, gilt es zu handeln. Nur so können Sie Übergewicht vermeiden. Das gilt natürlich auch für diejenigen, die bereits unter Übergewicht sowohl psychisch als auch körperlich leiden. Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass ein dauerhaft zu hohes Gewicht gesundheitlichen Schaden anrichten kann.

Was sind die gesundheitlichen Folgen von Übergewicht?

Wer längere Zeit unter starkem Übergewicht leidet, dem drohen Zivilisationskrankheiten. Das können Krankheiten wie Gicht, Diabetes, hoher Blutdruck und infolgedessen Herzinfarkte und Schlaganfälle sein. Auch Gelenkerkrankungen sind bei Übergewichtigen nicht selten, da die Gelenke viel mehr Gewicht „ertragen“ müssen als bei Normalgewichtigen. Es ist ein Teufelskreislauf: Je mehr ein Mensch wiegt, umso schwerer fällt die körperliche Bewegung. Diese ist aber notwendig, um dem Problem ein Ende zu bereiten.

Dem Übergewicht endlich ein Ende bereiten

Eine Diät ist nicht zwangsläufig empfehlenswert wegen dem gefürchteten Jo-Jo-Effekt. Quälen Sie sich also nicht mit zwanghaften Versuchen. Viel besser ist eine langfristige Ernährungsumstellung mit ausreichend frischem Obst und Gemüse. Die Essensmenge ist selbstverständlich nicht das Entscheidende. Wichtiger ist was wir essen.

Verzichten Sie weitestgehend auf sehr fetthaltige Lebensmittel. Fisch und Avocado sowie Nüsse stellen hier jedoch eine Ausnahme dar, da diese Lebensmittel hochwertige Fettsäuen beinhalten, die für unsere allgemeine Gesundheit von wichtig sind. Auch zuckerhaltige Getränke und Speisen sollten Sie vermeiden. Versuchen Sie etwas unter ihrem täglichen Kalorienbedarf zu bleiben und treiben Sie zusätzlich regelmäßig Sport. Wichtig ist es dabei, ein gesundes Maß zu finden und niemals die Kalorienzufuhr zu sehr (zum Bespiel 1.000 kcal am Tag) einzuschränken, denn das führt nur dazu, dass der Stoffwechsel auf Sparflamme umschaltet und Sie irgendwann eventuell von Heißhungerattacken heimgesucht werden. 

Regelmäßige sportliche Betätigung, wie z. B. schwimmen oder Nordic-Walking sorgen dafür, dass Kalorien und auch Fett verbrannt werden und die Muskeln trainiert wird. Fakt ist: Je trainierter der Muskel ist, umso mehr Kalorien verbraucht er bereits im Ruhezustand.